Wohnungsgestaltung – finden Sie Ihren individuellen Stil

Der eigene Wohnstil ändert sich im Laufe der Jahre immer wieder mit unserer persönlichen Lebenssituation. Wir ziehen aus, wir ziehen zusammen, wir richten Kinderzimmer ein und ziehen um. Jeder Umzug bringt es zwangsweise mit sich, die Wohnungseinrichtung zu verändern, zu überdenken oder an neue Bedürfnisse beziehungsweise Räumlichkeiten anzupassen. Eine persönliche, individuell eingerichtete Wohnung vermag viel über seinen Bewohner zu erzählen. Man erfährt, was er mag, wie er feiert, wen er liebt und wie er kocht - einfach gesagt: wie er lebt. Richten Sie Ihre Wohnung einfach nach Pippi Langstrumpfs Leitsatz ein: „So wie es mir gefällt!“

Die persönliche Note ist wichtig

Es gibt so viele Einrichtungsregeln, die Ihnen helfen können, Ihre neue Wohnung perfekt einzurichten. Der Charme und das Persönliche kommen aber erst mit dem Unperfekten. Mit individuellen Kombinationen, Do it yourself-Projekten und gekonnt umgesetzten Improvisationen erschaffen Sie Ihr eigenes Nest, in dem Sie sich wohlfühlen und Sie sich selbst verwirklichen können. Nehmen Sie also all die Regeln und Ratschläge nicht ganz so wichtig, sondern entwickeln Sie Ihren eigenen Stil.
ie richten Ihre Wohnung nur für sich selbst ein, nicht für Gäste. Hängen Sie Ihr selbstgemaltes Bild mit der schrägen Farbkombination, auf dem niemand erkennt, was es darstellen soll, an die Wand, obwohl Sie beim Aufhängen schon wissen, dass es Ihrer Mutter dort sicher nicht gefällt. Egal. Sie wohnen in der Wohnung, Ihre Mutter kommt nur zu Besuch. Ihre Wohnung sollte alles enthalten, was Ihnen am Herzen liegt, muss keinem Zeitgeist entsprechen, darf gestylt sein - muss aber nicht optimal sein. Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur den eigenen Geschmack.

Wertigkeiten bestimmen

Vorweg sollte Ihnen klar sein, in welchem Stil Sie Ihre Wohnung einrichten möchten, was Ihnen wichtig ist und wie Sie wohnen wollen. Überlegen Sie sich, sobald Sie den Grundriss Ihrer neuen Wohnung zur Verfügung haben, wie Sie die Räume aufteilen. Im klassischen Sinne oder mal ganz anders. Vielleicht lässt sich zum Beispiel die Wand zwischen Küche und Wohnzimmer herausreißen, damit Sie mit Ihrer Familie Ihre langersehnte Wohnküche bekommen, oder Sie verzichten auf das vorgesehene Esszimmer und richten hier Ihr Nähzimmer ein. Versuchen Sie Platz für Ihre Bedürfnisse zu schaffen, auch wenn es das Wohnkonzept dadurch auf den Kopf stellt.

Mögen Sie es lieber bunt oder zurückhaltend, können Sie nicht ohne Accessoires oder bevorzugen Sie eher leere Regalbretter? Setzen Sie sich mit Ihrer Familie oder dem Partner zusammen und überlegen Sie gemeinsam, wie Sie all die Wünsche unter einen Hut beziehungsweise unter ein Dach bekommen. Freuen Sie sich auf die Kompromisse, die Sie erarbeitet haben. Jeder darf sich in einem Bereich verwirklichen – so entsteht Individualität und Ihr Zuhause wird einzigartig.

Ideen sammeln

Manchmal weiß man selbst nicht so genau, was man eigentlich will. Kennen Sie das auch? Spontan seinen eigenen Wohnstil festzulegen oder genau zu wissen, was für Farben man jetzt an der Wand haben möchte, mit all dem ist man oft schon überfordert. Das geht vielen Menschen so. Aber Sie werden sehen, wenn Sie sich Anregungen in Wohnzeitschriften oder bei Ihren Freunden zu Hause holen, wissen Sie auf einmal sehr genau, was Ihnen gefällt. Sie müssen nur die Augen offenhalten, dann werden Sie genau wissen, ob es zum Beispiel die grüne Wand ist, das perfekte Holzregal oder die großgemusterte Blumentapete von Ihren Nachbarn, die Sie ganz toll finden.
Es gibt Wohnungen, in denen man sich sofort wohl fühlt, hier sollten Sie erkunden, an was dies liegt. Das Gesamtkonzept oder nur die geschmackvolle Bildersammlung an der Wand? Vielleicht auch nur die Musik oder der unglaubliche Duft von Zitrusfrüchten? Um das allgemeine Wohlbefinden zu befriedigen, zählt nicht nur die Optik! Ganz entscheidend sind auch Haptik und das Raumklima eines Raumes.
Sammeln Sie einfach Ideen, reißen Sie sich Seiten aus der Zeitschrift mit schönen Möbeln, machen Sie Fotos im Café von der tollen Lampe, die Ihnen gefällt, und heften Sie dann alles an eine Pinnwand! Erstellen Sie sich auch eine Farbpalette von den Farben, die Sie mögen und mit denen Sie sich wohlfühlen. Am Ende wird aussortiert, kombiniert und umgesetzt.


Herzensangelegenheiten

Das Finetuning liegt natürlich in den Accessoires und Wohntextilien. Dekorieren Sie nur die Sachen, die Ihnen wertvoll sind, zu denen Sie eine Geschichte erzählen können, die Sie einfach nicht hergeben möchten, mit denen Sie sich wohlfühlen. Die Staubfänger, die Sie im Regal schon gar nicht mehr wahrnehmen, dürfen ausziehen beziehungsweise nicht mehr mit einziehen. Machen Sie sich bewusst, welche Dinge Sie endlich mal loslassen sollten – dann ist auch wieder Platz für Neues.

Umsetzen und dranbleiben

Wenn Sie all Ihre Wünsche und die der Mitbewohner zusammengestellt haben, dann setzen Sie Stück für Stück Ihr Konzept um. Halten Sie sich nicht starr an die Vorgaben, Sie haben ja jetzt gelernt: Improvisation ist alles!
Sind Sie nun perfekt eingerichtet und fühlen sich glücklich und zufrieden in Ihrem Zuhause, dann kann alles so bleiben, wie es ist – muss es aber nicht! Bleiben Sie am Ball und justieren Sie hier und da etwas nach, wechseln Sie je nach Jahreszeit die Deko und machen Sie jeden Trend mit - wenn Sie mögen. Lassen Sie Ihrer Persönlichkeit freien Lauf!
Wenn Sie auf die Frage Ihrer Arbeitskollegin „Und was machst Du heute Abend?“ mit voller Überzeugung mit „Ich wohne heute Abend und freu mich drauf“ antworten können, dann haben Sie alles richtig gemacht!