Wohn-Karma – mehr Freude beim Einrichten!

Glücklichererer. Das ist das Ziel unserer Reise! Weg vom stundenlangen Surfen auf der Instagram-Interieur-Welle und erst recht Goodbye an alle die Pseudotrends, Accessoires-Gurus und Möchtegern-Design-Fachmänner.
Endlich zufrieden, glücklich und „ganz“ wohnen und endlich wieder das in unserem Zuhause spüren, was wir uns so sehr wünschen: Heimat!
 

Was wir vergessen haben! Karma im Fokus

Nicht nur auf youtube.com widerhallt das Naturgesetz der Generation 2000. „Karma is a bitch“, wurde durch genügend kurze und zumeist schmerzhafte Web-Videos mit dem Namensbestandteil „Instant Karma“ zum allgemeinen Phänomen.
Hinter der Verballhornung eines spirituellen Konzepts des Hinduismus findet sich jedoch immer noch ein Kern dessen, was Karma ist.
„Jedes Handeln hat Folgen.“ Oder in anderen Worten „Eine Aktion hat unweigerlich eine Reaktion zur Folge.“
Und wie verbindet sich ein Internetphänomen, ein religiöses Konzept und das Thema „Einrichten“ zu einer sinnvollen Geschichte?
Die Antwort: „Alles ist verbunden.“

In den späten Zweitausendzehnern ist die „Wahrheit“ nur einen Mausklick bzw. „Swipe“ entfernt. Es scheint beinahe so, dass es ohne soziale Netzwerke, ohne nicht mindestens 5 Blogs, welche man täglich auf neuen „Content“ prüft und ohne Dauerverfügbarkeit dank Smartphone nicht mehr geht.
 
Die Folge dieses Lebenswandels ist niederschmettern. Wir fühlen uns leer, abgehängt und ausgebrannt. Oft sind wir von der Menge an Informationen schlich überfordert. Die Welt ist dank moderner Medien näher zusammengerückt, aber gleichwohl ist sie in ihrer Geschwindigkeit auch extrem schnell geworden – vielleicht inzwischen zu schnell für die meisten Individuen.
 
Nicht wenige von uns, die auf Instagram und Konsorten auf immer neue Trends warten, suchen insgeheim nach dem Rezept endlich glücklich zu wohnen. Für den ein oder anderen ist dieses Glück nur einen Handstreich entfernt. Natürlich gibt es keine Patentrezepte für das eigene Wohl. Aber bekanntlich „entsteht der Weg, durch den der ihn geht.“
 
 

Glücklich Wohnen – einfach

Muss denn alles so komplex sein. Müssen es Hunderte oder Tausende Möglichkeiten sein? Muss ich wirklich alles und jeden in mühevoller Kleinstarbeit customizen? Muss mir jeder Schritt vorgelebt werden?

Das Glück beginnt so oft bei den einfachen Dingen. Die ersten Schneeflocken des Winters, sie sind einfach. Genauso wie die ersten Sonnenstrahlen des darauffolgenden Frühlings. Der einzigartige und einfache Geschmack des frischen Espressos an der Autobahnraststätte jenseits der Brenner-Autobahn und auch die schlichte Schönheit des Sonnenuntergangs auf Ios, es muss nicht immer komplex sein, um uns glücklich zu machen.
 

Loslassen und glücklich sein

Unser Leben können wir nicht mit wenigen Handgriffen aufräumen. Aber unser Zuhause – unsere Wohnung – lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes „in Ordnung“ bringen. „Loslassen“ ist hier die Devise. Kostbare Erinnerungen haben wir im Herzen und nicht in Schubladen oder Schuhschachteln! Warum alles und jeden horten und unsere Freiheit aufgeben, weil wir uns an zu vieles binden! Warum Platz, Stauraum oder Luft zum Atmen verschwenden, nur weil wir es von uns selbst verlangen! Warum die Trends des letzten Jahres, des Vorjahres und die des Jahres davor, immer noch ansehen und ertragen müssen! Hat uns jenes Accessoires und dieses Etwas jemals begeistert oder haben wir es nur gekauft, weil es trendig, beworben oder sündig-teuer war? Loslassen hat etwas Befreiendes. Und die einfachen Dinge sind es, die unser Herz schneller schlagen lassen! Runter mit den alten Zöpfen und raus mit den Dingen, die nicht in unseren Herzen wohnen!  
 

Sein: einfach

Auch wenn die Bude, das Loft oder eben das Häuschen auf dem Lande jetzt leer wirken. Wenn wir uns so lange an volle Schränke, Vitrinen und Sideboard gewöhnt haben. Wenn wir sozialisiert wurden mit dem Design des Überflusses. Es geht auch einfach. Genießen Sie die freien Flächen um die Tischgruppe! Wirkt Ihr Sofa nicht um Welten bessern, ohne dass es eingepfercht wird von Ikea-Tischen und einem wankelmütigen Sideboard vom Sperrmüll?
Eine Zeichnung braucht einen Rahmen, die meisten Bilder das passende Passpartout und fast alle Möbel brauchen Luft, um zu atmen und um zu wirken! Auch wenn man sofort drauf an dran ist, über die vermeintliche Leere des Raums zu straucheln. Lassen Sie sich Zeit und widerstehen Sie dem Impuls sofort neu einzukaufen und neu einzurichten. Genießen Sie die Leere, genießen Sie die Einfachheit und erleben Sie die beinahe heiligende Einfachheit des minimalistischen Lebens und Einrichtens.
 

Muss es immer vieles sein?

Warum haben wir im Supermarkt eine überwältigende Auswahl an Wasser? Aus Italien, Frankreich, Deutschland, aus Kokosnüssen, von den Fidschi-Inseln und tragischerweise wohl auch aus Gegenden dieser Erde, die auf genau dieses Wasser angewiesen wären.

Würde es uns schlechter gehen, hätten wir ein wenig weniger Auswahl?
Was lehrt uns der Wasservergleich? Es muss nicht immer „Vollgas“ sein. Es muss nicht immer das volle Bataillon an Accessoires, Teppichen oder Möbel sein!

Das Wesentliche ist in so vielen Augenblicken genau die richtige Anzahl. Warum mehr horten, als uns glücklich macht. Warum mehr besitzen als wir benötigen. Warum „tiefer“ einrichten, als es uns gefällt.

 

Zufriedenheit, Design und Minimalismus – Verbundenheit

Welche Farbe ist Trend? Welche Form muss es unbedingt sein? Wie ist der nächste Stil? Keine der Fragen ist auch nur in einer kleinen Faser wichtig. Wichtig ist die Frage: „Was gefällt Ihnen!“ Und: “Was macht Sie glücklich?“
Lassen Sie die „Farbe des Jahres“ hinter sich und auch die neunmalbauernschlaun Blog-Artisten und Instagram-Gurus. Welche Farbe begleitet Sie seit Ihren frühsten Erinnerungen? In welcher Farbe fühlen Sie sich wie ein Superheld? Versuchen Sie einfach diese Farbe als Ihre Akzentfarbe in ihren heimischen vier Wänden. Ganz egal, ob die Farbe gerade Saison hat oder eben nicht.

Auch in Sachen „Form“, „Linien“, „Trends“ oder „nextbigthing“ muss man nicht immer auf dem neusten Stand sein. Warum auch? Es ist Ihr Zuhause, es ist Ihr Rückzugsort und niemand anderem muss sich hier wohlfühlen. Vertrauen Sie auf Ihr inneres Gefühl und Ihre Zufriedenheit. Seien Sie einfach ehrlich zu sich selbst und fragen Sie sich, wie Sie am liebsten wohnen würden. Und Hand aufs Herz, wenn Sie es wissen, warum tun Sie es nicht einfach.